Extrem Seilbahning in Whistler

Hallo Ihr Lieben,

nach einem herrlichen Tag bei rund 30 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein sitzen wir nun gemütlich in unserem Studio, Patrick kocht, Klaus macht den Koch-Hiwi und der Rest entspannt.

Wir haben heute das wunderbare Wetter voll ausgenutzt und haben so ziemlich alle Seilbahnen und Sessellifte von Whistler genutzt, die im Moment fahren. Es gibt hier ein ganz tolles Komplettpaket, mit dem man für tatsächlich nur wenig Geld den ganzen Tag lang alle Seilbahnen nutzen kann. Tja, und das haben wir dann eben intensivst getan.

Los ging es gegen 10 Uhr mit der ersten Seilbahn rauf auf den Whistler Mountain. Es folgte eine kleine Wanderung zum nächsten offenen Sessellift, der uns dann auf den Gipfel des Berges gefahren hat. Von dort oben hatte man mal wieder einen fantastischen Ausblick auf die ganze Umgebung. Und erst dort oben haben wir so richtig wahrgenommen, dass Whistler auch von waaaaahnsinnig vielen hohen Bergen umgeben ist. Nicht mehr ganz so hoch, wie in den Rocky Mountains, aber hoch genug, dass die Berge oben alle noch mit Schnee bedeckt sind.

Vom Gipfel des Whistler Mountains sind wir dann in einer rund 3,5 Kilometer langen Wanderung (für die wir wegen der ganzen Foto-Stops fast 3 Stunden gebraucht haben!) wieder runter gewandert zur Bergstation der Seilbahn. Dabei gab es nicht nur irre schöne Ausblicke auf die Berglandschaft um uns herum. Denn der Wanderweg wurde gerade letzte Woche erst freigegeben und von Schnee geräumt, so dass wir durch rund 5-10 Meter hohe Schneewände links und rechts des Weges wandern konnten.

An der Bergstation der Seilbahn angekommen sind wir dann in die nächste Seilbahn gehüpft – die Peak-2-Peak Gondola. Mit dieser Bahn ging es dann vom Whistler Mountain rüber auf den Blackcomb Mountain. Und dabei haben wir dann noch drei Weltrekorde gebrochen:
1. Diese Bahn ist mit einer Länge von 3,024 Kilometern die längste freihängende Seilbahn der Welt (also freihängend im Sinne von KEINE Pfeiler, die das Seil stützen!)
2. An der tiefsten Stelle geht es unter der Gondel 436 Meter nach unten, was damit die am höchsten schwebende Gondel der Welt ist
3. Die Seilbahn gehört im gesamten Whistler Seilbahn-System gesehen zum längsten zusammenhängenden System dieser Art weltweit.

Die Stelle, an der wir in der Gondel 436 Meter über dem Boden geschwebt sind, war schon echt irre – vor allem, weil unsere Gondel in der Mitte einen Glasboden hatte und nichts den Blick nach unten gestört hat… Nichts für Menschen mit Höhenangst! Wahnsinn!

Auf der anderen Seite angekommen sind wir direkt weiter zum nächsten Sessellift gesprungen, der uns wiederum auf den Gipfel des Blackcomb Mountains gebracht hat. Dort oben tobte noch das Wintersport-Gewusel: Ski- und Snowboard-Fahrer aller Altersklassen bei der Abfahrt oder auf diversen Sprungschanzen, Buckelpisten und, und, und. Besonders hübsch anzuschauen waren auch die diversen Dämchen in ihren Flip-Flops und kurzen Höschen und ohne Jäckchen. Tja, wer lesen kann ist klar im Vorteil. Denn überall an allen Seilbahn-Stationen und auch schon beim Ticket-Kauf für die Seilbahn wird ausdrücklich darauf hingewiesen, welche Temperaturen oben auf dem Berg herrschen und welche Kleidung dringend angeraten ist… Wir hatten unseren Spaß dabei, den Tüsschen beim Frieren zuzuschauen. Aber Hauptsache, sie sahen stylisch aus…

Mit dem selben offenen Sessellift ging es dann auch wieder runter zur Bergstation der Blackcomb Seilbahn, wo wir noch gemütlich auf der Sonnenterrasse etwas getrunken und gegessen haben, bevor es mit einem weiteren Sessellift wieder zurück runter nach Whistler ging. Eine echt tolle Tour, für die wir rund 7 Stunden unterwegs waren.

Nach dem Abendessen sind die ‚Alten‘ in die Koje verschwunden und die ‚Jungen‘ sind noch auf die Piste gegangen. Da heute Samstag ist, tobt hier in der Stadt der wilde Bär (also das mit dem Bär in diesem Fall bitte nicht wörtlich nehmen!). Es gab am Olympia Plaza (also an der Stelle, wo zu Olympia die Medaillen vergeben wurden) ein tolles kostenloses Konzert. Die Band kannten wir zwar nicht, macht aber nichts, denn die Musik und vor allem die Stimmung bei diesem Event waren echt toll.

Und jetzt heißt es wieder Koffer packen. Denn morgen geht es weiter nach Vancouver Island. Und damit müssen wir nun leider endgültig Abschied nehmen von den wunderschönen kanadischen Bergen. Aber die Küstenregion wird bestimmt auch noch viel Schönes für uns bereithalten.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Eure Mählina

2 Responses

  1. Ilona Schuchardt says:

    Hallo Ihr Lieben,

    es hört sich ja weiterhin alles nach einem richtigen super Urlaub an!!!!

    Aber……irgendwie bin ich der Meinung……..ich freue mich auch wieder, wenn ihr wieder hier seid. Ich weiß, ihr findet es nicht so schön…….kann ich ja auch verstehen……….hm…….habt ihr einen schönen Marlis abend gehabt?????

    Ich freue mich auf Euch!
    Loni

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