Von der Ranch zu Olympia

Hallo zusammen,

die fünf Urlauber grüßen Euch inzwischen aus Whistler, welches spätestens seit den olympischen Winterspielen 2010 jedem bekannt sein dürfte. Gestern sind wir hier angekommen und werden noch zwei weitere Tage hier verbringen.

Aber bevor ich mehr von Whistler berichte ersteinmal, was wir in den letzten Tagen gesehen und erlebt haben. Von Jasper aus sind wir nach Clearwater gefahren und unsere Route dorthin hat uns durch den Mount Robson Nationalpark geführt. Und der Park heißt so, weil hier der höchste Berg der kanadischen Rocky Mountains steht – eben der 3.954 Meter hohe Mount Robson. Der Berg ist wirklich sehr imposant und auch hier hatten wir mal wieder riesiges Glück. Denn der Berg ist meistens in Wolken gehüllt, so dass man ihn selten in voller Pracht und Größe bewundern kann. Aber wir hatten natürlich strahlend blauen Himmel und noch nicht mal ein Hauch eines Wölkchens lag vor dem Berg. Ein echt toller Ausblick, aber seht selber auf den Bildern.

Im Park haben wir dann noch eine 10 Kilometer lange Wanderung unternommen. Eigentlich eine ganz einfache Wegstrecke mit nur leichter Steigung. Interessant wurde das ganze aber, da sich der fast immer parallel zum Wanderweg verlaufende Robson River an zwei Stellen ebenfalls über den Wanderweg bewegen wollte. An der ersten Stelle konnte man noch über Steine durch das nur knöcheltiefe Wasser balancieren. Aber an der zweiten Stelle war nix mehr mit balancieren. Ich hab mich dann mal in Kirstins Rucksack verkrochen, während sie sich fröhlich die Schuhe ausgezogen und die Hose hochgezogen hat, um schnurstracks mitten durch die Fluten zu wandern. Das Wasser wurden dann auch so tief, dass Kirstin bis zu dem Oberschenkeln versunken ist. Und kalt muß es auch gewesen sein, denn ihre Beine waren auf der anderen, trockenen Seite angekommen ziemlich rot… Die anderen Drei haben es vorgezogen, über die Felsen links vom Wanderweg zu kraxeln. Hat zwar etwas länger gedauert als Kirstins Variante, aber angekommen sind sie so auch. Nun gut, nach diesem kleinen Abenteuer sind wir dann noch 30 Minuten weiter gelaufen und haben dann umgedreht. Das heißt, dass wir zurück auch wieder durch diese Fluten mussten. Und was macht Kirstin? Schuhe aus, Hose hoch und schon wieder durch den Fluss… Na ja, zumindest war sie nachher erfrischt.

In Clearwater hatten wir eine wirklich tolle Unterkunft: Wir haben in einem 120 Jahre alten echten Blockhaus auf einer Bison-Ranch mitten im Wells Grey Provincial Park übernachtet. Rundherum war nichts außer Wald und viel Gegend. Echt urig und romantisch. Zu Abend gegessen haben wir auf einer anderen Ranch. Es gab echten Bison-Burger – Lecker! Zurück auf unserer Ranch hätten wir abends auf der Terasse noch stundenlang den wie wild umherspringenden Bison-Babies zuschauen können, wenn da nicht diese verdammten Mücken gewesen wären. Die Biester sind hier echt sehr hartnäckig und fressen einen förmlich auf. Entsprechend haben wir in den letzten Tagen auch alle einige Stiche sammeln können.

Nach einer sehr ruhigen Nacht auf der Ranch ging es dann weiter in Richtung Whistler. Außerdem war auch noch Klausis Geburtstag, den wir dann mal direkt mit einem weiteren Highlight unserer Tour gefeiert haben. Und zwar haben wir uns im Wells Grey Park den Helmcken Fall angeschaut, einen der höchsten Wasserfälle Kanadas. WoW! Nach unserer Norwegen-Reise letztes Jahr hab ich ja schon gedacht, dass mich in Sachen Wasserfälle nichts mehr aus den Latschen hauen kann. Aber der Helmcken Fall stellt auf jeden Fall alles in den Schatten, was wir alle je gesehen haben.

Weiter auf dem Weg nach Whistler musste Kirstin dann erst einmal die Reisetabletten auspacken, da ihr Magen die 200 Kilometer über kurvige Berg- und Talfahrten nicht so wirklich spaßig fand. Aber irgendwann sind wir dann in Whistler angekommen. Unser Hotel hier ist wirklich schön mit eigener kleiner Küche in jedem Zimmer, so dass Chefkoch Patrick heute lecker für uns kochen konnte.

Heute haben wir uns ein wenig in Whistler umgeschaut: Das Olympia-Zentrum, wo 2010 immer die Medaillen übergeben wurden, das Olympia Symbol in Hausgröße, die ganzen Skipisten rund im den Ort und, und, und. Und da mal wieder shoppen angesagt war (dieses Mal auch mit akzeptableren Preisen und mit deutlich mehr Ausbeute als in Banff) war Patrick auch ganz froh, dass hier im Ort zur Zeit irgendein Mountain Bike Downhill Event auf einer umgewandelten Skipiste stattfindet. So hatte auch er was zu Kucken. Eine kleine Abkühlung haben wir uns heute Nachmittag im Lost Lake – einem der Stadtseen von Whistler – geholt.

Und morgen, so zumindest der aktuelle Plan, wollen wir mit der Peak-2-Peak-Gondola zwei der umliegenden Berge erkunden. Aber mehr dazu dann in meinem nächsten Bericht.

Liebe Grüße

Eure Mählina

 

P.S.: Viele liebe Grüße auch heute ganz speziell an unsere Mainzer Silke. Wir sind gestern über Kamloops gefahren und haben die Abfahrt nach Sun Peaks gesehen und eine Silke-Gedächtnis-Minute eingelegt… 🙂

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