Auf den Tisch kommt nur noch Fisch

Hallo Ihr Lieben,

hatte ich schon berichtet, dass sich meine beiden männlichen Begleiter bisher in jeder freien Minute, die sich ihnen an irgendeinem Gewässer geboten hat, als Angler versucht haben? Und hatte ich auch schon geschrieben, dass bisher kein Fisch dabei rumgekommen ist? Aber in Geiranger hat sich das Blatt endlich gewendet: Tom hat zwei kleine Seelachse geangelt und Patrick auch irgendwas Größeres. Soweit das Positive. Einen kleinen Haken hat das ganze dann aber doch: Die beiden Angel-Experten haben einen von Toms Fischen wieder in die Freiheit entlassen, weil sie dachten, dass es sich dabei um einen 37 cm langen Dorsch handelte und für Dorsche gilt eine Mindestfanggröße von 40 cm… Und Patricks großer Fisch hat es irgendwie geschafft, die Angelschnur so blöd am Bootssteeg zu verhaken, dass sie irgendwann gerissen ist und der Fisch nochmal davon gekommen ist…

Fisch haben wir aber dennoch aktuell zu Genüge. Denn wir hatten gerade erst groß Fisch eingekauft, weil wir nämlich endlich einen Supermarkt gefunden haben, in dem es auch frischen Fisch gibt. Ja, Ihr habt richtig gehört: Man sollte zwar meinen, dass es in einem Land, wo es nur so vor Meer und Seen und Fjorden wimmelt, auch an jeder Ecke frischen Fisch zu kaufen gibt – aber nein, der Norweger an sich scheint sich seinen Fisch selber zu angeln, so dass es nirgendwo (außer auf dem Fischmarkt in Bergen) Fisch zu kaufen gibt. Also wenn man mal von den Tiefkühl-Versionen absieht – die zählen nicht, denn die gibt es ja überall.

Wir hatten uns also gerade frischen Fisch für drei Abendessen gekauft, dann kam noch der Seelachs von Tom dazu und dann hat uns ein sehr netter Norweger auf einem Rastplatz direkt neben einem See auch noch 5 kleine Bachforellen geschenk, die er da gerade aus dem Wasser gezogen hatte. Von nun an essen wir also nur noch Fisch.

Neben diesem ganzen Fisch-Gedöns hatten wir aber auch noch andere Highlights. Heute waren wir z.B. in Norwegens Jugendstil-Stadt Alesund. Gut, wo sich der Jugendstil in dieser Stadt versteckt hat, wissen wir auch nicht so genau, wir haben davon zumindest nur sehr wenig gesehen. Aber der kleine Rundgang durch die Stadt war dennoch sehr schön (auch wenn es dabei zweitweise geregnet hat). Schweißtreibend war diese Stadtbesichtigung übrigens auch noch. Denn wir sind über 418 Stufen auf Alesunds Hausberg Aksla geklettert. Der Ausblick von dort oben war herrlich (siehe Foto).

Alesund war nun auch der nördlichste Punkt unserer Reise. Von nun an geht es wieder Richtung Süden, da wir ja kommenden Freitag schon wieder in Kristiansand zur Überfahrt nach Dänemark sein müssen (schnief!). Inzwischen sind wir in Stryn angekommen. Wohin wir morgen weiter fahren entscheiden wir nach dem Frühstück. Auf jeden Fall wollen wir uns an der Küste entlang nach Süden durcharbeiten und die wenigen Straßen besichtigen, die wir noch nicht gesehen haben. Ich werde sicher nochmal zum krönenden Abschluss berichten.

Es grüßt Euch

Eure Mählina

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