Umzingelt von Fossas

Hallo Ihr Lieben,

heute berichte ich Euch aus dem klitzekleinen Ort (ab welcher Größe spricht man nicht mehr von Kaff, sondern von Ort?) Gudvangen am Naerofjord, welcher seineszeichens UNESCO Weltnaturerbe ist. Der Ort hat nicht wirklich etwas zu bieten, außer dass hier die Fähre startet, welche uns morgen durch den Naerofjord kutschieren wird.

Doch, etwas hat der Ort schon zu bieten: Grandiose Natur! Wir sind hier auf unserem Campingplatz nämlich umzingelt von Fossas (Fossa/Fossen = Wasserfall = Norwegisch). Unglaublich, überall plätschert es – mal mehr und mal weniger imposant – von den hohen Felswänden um uns herum.

Gestern haben wir nicht weniger schön übernachtet (siehe Foto): Wir hatten mal wieder einen wunderschönen Stellplatz direkt am Wasser (wir haben übrigens seit Beginn unserer Reise noch NIE weiter als 30 Meter vom Wasser entfernt übernachtet!) und konnten einen herrlichen Sonnenuntergang über den Bergen rund herum um den Fjord bestaunen.

Heute sind wir durch die Hardangervidda gefahren. Ach ja, ich wollte ja noch erklären, was das ist: Die Hardangervidda ist Europas größte Hochebene mit einer Durchschnittshöhe von 1.100 Metern, welche sich landschaftlich als eine karge, baumlose (aber dennoch sehr schöne, weil sehr andersartige) Moorlandschaft mit unzähligen Seen und Tümpeln präsentiert.

Faszinierend war heute einfach, wie enorm sich auf nur 80 Kilometer Strecke die Landschaft und auch das Wetter ändern kann: Gestartet sind wir in Eidfjord heute morgen in toller Fjordlandschaft bei ganz grauem Himmel und leichtem Regen; weiter ging es immer höher in die Hardangervidda, wo uns dann die oben beschriebene Landschaft erwartete mit eisigem Wind, letzten Schneefeldern, teilweise noch Eis auf den Seen und nur noch 5 Grad Außentemperatur; keine 20 Kilometer weiter strahlte wieder die Sonne und lachten uns die Fjorde mit gefühlt 10.000.000 Wasserfällen an.

Bei einer kleinen Wanderung haben wir heute dann auch noch wieder einen besonders schönen Wasserfall besichtigt, den Hivjufossen. Herrlich, was sich einem da quasi am Straßenrand alles für tolle Sachen darbieten!

Ach ja, den Voringsfossen – seineszeichens auch ein Wasserfall – haben wir auch nebenbei noch besichtigt. Ebenfalls ein sehr spektakuläres Teil, aber die ganzen Busladungen von Menschen, die dort ausgekippt wurden, haben uns schnell wieder das Weite suchen lassen.

Inzwischen ist es nun auch schon wieder 23 Uhr, die Chefköche rufen gerade zum Essen, die Wäsche wäscht fröhlich in der Campingplatz-eigenen Waschmaschine vor sich hin und gleich wird es wieder schwer werden, sich zwecks Nachtruhe von dem grandiosen Panorama direkt vor unserem Wohnmobil zu trennen! So ein Mist aber auch, dass man tatsächlich schlafen muß und nicht die Nacht über weiter einfach nur um sich rum schauen kann.

Das mit dem Schlafengehen ist hier übrigens auch alleine deswegen immer etwas komisch, weil es auch um 12 Uhr nachts noch so hell ist, wie in Deutschland so gegen 21 Uhr und viel dunkler wird es auch die ganze Nacht über nicht…

Also dann gut’s Nächtle!

Eure Mählina

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