Maori, Patricks Haka und der Muskelkater

02.12.2011: Die Tongariro-Tour macht sich auch noch zwei Tage später deutlich bemerkbar. Denn meine beiden Träger haben ordentlich Muskelkater. Aber so werden sie wenigstens daran erinnert, was sie da geleistet haben.

Mit schmerzenden Muskeln ging es also gestern weiter von Taupo nach Rotorua. Dort angekommen haben wir uns für den Abend Tickets für eine Maori-Show-Abendessen-Geysir-Veranstaltung gebucht. Gratis dazu gab es
dann noch Tickets für einen anderen Thermal-Park, in dem es auch wieder blubbernde Schlammtümpel, viele Schwefelablagerungen und viel Gestank zu besichtigen (und zu riechen) gab. Der Park war allerdings nicht ganz so schön und spektakulär, wie der in Waiotapu, den wir vor einigen Tagen besichtigt haben. Aber gut, dafür war der Eintritt auch gratis.

Abends ging es dann per Shuttle-Service (alles im Preis inklusive) von unserem Campingplatz aus zum Te Puia Gelände – ein Maori-Familienbetrieb, welcher Kultur und Geschichte der Maori vermittelt. Zunächst gab es eine Gesangs- und Tanzdarbietung, zu der natürlich auch der durch die neuseeländischen Rugby-Weltmeister weltweit
bekannt gewordene Haka (=Kriegstanz) gehörte. Und nachdem die Maori es vorgemacht hatten, durften die männlichen Zuschauer (inkl. Patrick) auf der Bühne selber den Haka machen (zur Belustigung aller dazugehörigen Frauen).

Anschließend gab es leckeres Essen inklusive einem Maori Hangi – Fleisch und Gemüse gegart in einem Erdofen durch die Hitze heißer Steine ganz traditionell auf Maori Art. Hier haben Patrick und Kirstin dann auch zum ersten Mal Austern probiert – und auch zum letzten Mal. Nur aus Respekt den anderen Gästen gegenüber haben sie das schlabberig-schleimige, extrem fischig schmeckende Zeug nicht quer über den Tisch gespuckt.

Nach dem Essen ging es – inzwischen im Dunklen und leider bei Regen – zum hauseigenen Geysir, welcher
auch brav gerade ausbrach. So ging dann auch das Abendprogramm zu Ende.

Heute Morgen sind wir von Rotorua weiter zunächst nach Matamata gefahren. Ihr kennt Matamata nicht? Unter dem Namen Auenland bzw. Hobbingen kennt Ihr es aber schon, oder? In einer zweistündigen Tour konnten wir uns in aller Ruhe die Hobbit-Höhlen von Bilbo, Frodo, Sam & Co. anschauen. Allerdings nur von außen, denn ein Innen gibt es bei diesen Höhlen nicht. Alle Innenszenen für die Filme wurden im Studio gedreht. Leider mußten wir eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben, die es uns verbietet, Fotos aus Hobbingen ins Internet zu stellen. Denn die Dreharbeiten für den neusten Film ,Der Hobbit‘, deren erster Teil nächsten Dezember in die
Kinos kommt, wurden gerade erst vor drei Wochen abgeschlossen. Und man will natürlich nicht, dass schon vor Filmstart Fotos der extra neu gebauten Kulissen im World Wide Web kursieren. Fotografieren durften wir aber schon (was wir natürlich auch getan haben), die Fotos werden dann demnächst zu Hause vorgeführt.

Hobbingen war auf jeden Fall eine Besichtigung wert. Wahnsinn mit wie viel Liebe zum Detail diese ganze Szenerie angelegt wurde. Und es sieht alles total echt aus, so als würden gleich Gandalf und Bilbo um die Ecke kommen. Und Auenland ist tatsächlich richtig groß. Insgesamt gibt es hier 45 Hobbithöhlen in unterschiedlichen Ausführungen. Wir wären gerne dabei gewesen, als hier noch vor Kurzem gedreht wurde. Wirklich schön! Und wir können es kaum erwarten, den neuen Film zu sehen und auch die ‚alten‘ Filme nochmal anzuschauen. Denn jetzt werden wir bestimmt einiges wiedererkennen.

Nachdem wir uns von Auenland verabschiedet hatten, gab es noch eine kleine Schaf-Show. Da war ich natürlich
ganz aus dem Häuschen. Aber als ich gesehen habe, wie der gemeine Schäfer das arme kleine Schäfchen geschoren hat, hab ich mich lieber wieder in den Rucksack verkrochen. Nicht, dass der noch auf dumme Gedanken gekommen wäre und mich auch rasiert hätte. Ich bin erst wieder rausgekommen als Kirstin ein kleines
Lämmchen mit einem Fläschchen gefüttert hat – Süß!!!

Und nun sitzen wir alle drei gemütlich in unserem Camper im Ort Hot Water Beach, in dem es auch einen selbigen gibt. Ist schon sehr merkwürdig, wenn man am Strand steht und die Füße nur wenige Zentimeter tief in den Sand buddelt und einem dann teilweise echt heißes Wasser von unten die Füße kocht. Echt irre, was die Neuseeländer alles für kuriose Sachen in ihrem tollen Land haben!

Wohin es morgen weitergeht, wissen wir noch nicht so genau. Denn leider ist es schon unser letzter Tag im
Camper – Am Montag müssen wir ihn leider abgeben und haben dann nur noch 2 Tage Auckland vor uns, bis diese wunderschöne Reise leider schon zu Ende ist (Schnief!!!). Wir hätten gerne noch so viel mehr Zeit hier, da es noch so wahnsinnig viel zu sehen gibt. Es hilft also alles nichts: Wir müssen nochmal hier her kommen…

Ich melde mich dann wahrscheinlich zum Abschluss nochmal aus Auckland.

Bis dahin sende ich Euch viele liebe Grüße – Eure Mählina.

One Response

  1. Ilona Schuchardt says:

    Es hört sich alles einfach fantastisch an. Toll!!!

    In den vergangenen Tagen konnte ich Euch nicht aufrufen, aber heute morgen hat es geklappt und ´von dahrer freue ich mich.

    Gestern haben wir mit Klaus und Marlis bei Burkhardt Kaffee getrunken und ich fand, dass es ein gemütlicher Nachmittag war.

    Heute geht es ans Koffer packen, Berlin ich komme und leider kann deshalb Euch nicht abholen, weil ich erst am Sonntag Mittag zurück kommen.

    Es ist schön, Euch so zeitnah, bei Eurer Reise begleiten zu können. Die Bilder sind sehr sehr schön und fremd, sodass in einem die Sehnsucht entsteht es selber sehen zu können.

    Draussen gibt es das Novemberwetter, nicht richtig kalt, trüb und diesig, es ist eine richtige Einladung zuhause, im Bett zu bleiben. Besonders vor dem Hintergrund, dass ich erkältet bin und mir alle Glieder weh tun. Es ist heute Sonntag, der zweite Advent und es wird ein ganz gemütlicher und ruhiger Tag.

    Ich freue mich auf Eure Erzählung und auf Eure Bilder.

    Es grüßt
    Loni

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