Bunte Klos, schöne Strände und ein Leuchtturm

Hallo zusammen,

ich melde mich heute vom nördlichsten Punkt unserer Reise und auch gleichzeitig vom nördlichsten Punkt Neuseelands: Cape Reinga. Hier oben laufen Tasman Sea (aus dem Westen) und der Pazifik (aus dem Osten) zusammen. Für die Maori ist dies ein sehr wichtiger spiritueller Ort, für alle anderen einfach nur ein wunderschönes Fleckchen Erde.

Hoch über dem Meer thront der Cape Reinga Leuchtturm, bis zu dem wir einen kurzen Spaziergang unternommen haben. Was hatten wir von dort mal wieder für einen gigantischen Ausblick!

Ganz in der Nähe des Capes haben wir letzte Nacht auf einem traumhaft schönen Campingplatz übernachtet: In einer kleinen Bucht (mit dem tollen Namen Tapotupotu Bay) liegt dieser direkt am Strand, ein kleiner Fluß plätschert rechts ins Meer rein und rundherum sind saftig grüne Hügel mit vielen urigen und teilweise krumm und schief wachsenden Pohutukawa Trees.

Das Wetter ist bombastisch, so dass wir viel Sonne genießen konnten in den letzten Tagen. Patrick ist hier auf dem Campground gestern zum Angeln losgezogen und hat auch tatsächlich einen leckeren Kahawai gefangen, den es zum Abendessen gab – Hmmmmm! Um genau zu sein hat er sogar zwei Kahawais gefangen, aber den einen hat er wieder in die Freiheit entlassen, weil er noch zu klein war.

An Kultur haben wir vor einigen Tagen auch einiges erlebt, als wir die „Waitangi Treaty Grounds“ besichtigt haben. An diesem Ort wurde 1840 mit dem „Treaty of Waitangi“ zwischen den damaligen Maori Häuptlingen und Vertretern der Britischen Krone mit dem „Treaty of Waitangi“ das heutige Neuseeland besiegelt. Deswegen wird dieser Ort auch der Geburtsort von Neuseeland genannt. Man kann dort einige historische Gebäude besichtigen, ein Maori Marae (Versammlungshaus) und das mit 35 Metern längste Maori Kriegskanu der Welt (steht sogar im Guinness Buch der Rekorde). Und einen tollen Ausblick auf die „Bay of Plenty“ hat man von den Treaty Grounds auch noch.

In Kawakawa waren wir alle schön mal auf dem Klo. Weil das ansich ja jetzt nichts ist, worüber prominent in einem Bericht von mir gesprochen werden sollte, muß ich wohl dazu sagen, was für ein Klo das war: das berühmte Hundertwasser Klo. Der Künstler Hundertwasser hat 25 Jahre lang bis zu seinem Tod in Kawakawa gelebt und als letztes Kunstwerk dieses Designer-Klo in seinem ganz eigenen typischen Hundertwasser Stil entworfen. Letztlich ist es aber auch nur ein Klo mit ganz normalen Kloschüsseln und dem fürchterlich dünnen typisch neuseeländischen Klopapier. Aber das Ambiente beim Pieseln ist eben sehr künstlerisch…

Einen wunderbaren Nachmittag (und die folgende Nacht) haben wir in der Doubtleess Bay verbracht. Der herrliche Strand hat Kirstin und mich einfach nur zum Muscheln sammeln und Sonnenbaden eingeladen. Patrick ist komischerweise nicht so der Muschelsammler und hat es vorgezogen, mit der Angel über die Felsen zu kraxeln und fische zu jagen. Und dabei hat er dann auch noch eine tolle Entdeckung gemacht: hier wächst quasi der Schmuck auf den Felsen und das millionenfach! Ihr kennt doch vielleicht von diversen Ringen, Ohrringen, Kettenanhängern usw. diese (vermeintlichen) weißen Steine mit einer feinen gräulichen nach innen zulaufenden Spirale (hier der Link auf wikipedia.de, damit Ihr auch versteht, was ich meine). Das sind keine Steine, das sind die „Haustüren“ von Schnecken, die hier überall an den Felsen kleben. Man müßte hier also nur über die Felsen klettern und könnte Millionen dieser Dinger einsammeln…

Vom Cape Reinga aus fahren wir heute wieder zurück gen Süden. Auf dem Weg besuchen wir die Te Paki Düne. Und was es damit (außer viel Sand auf einem großen Haufen) speziell auf sich hat berichte ich Euch dann beim nächsten Mal.

Macht`s gut!

Eure Mählina

One Response

  1. Ilona Schuchardt says:

    Liebe Kirstin, lieber Patrick,

    noch immer begleite ich Eure Reise mit den Reiseberichten. Es ist schön Eure Reiseerlebnisse zu lesen und mit Euch zu staunen. Immer wieder Eure Worte der Superlativen, die kaum noch zu übertreffen sind.

    Ich hoffe, dass ihr auch schöne Osterfeitertage hattet. Aus Euren Berichten ist ja zu entnehmen, dass es Euch richtig gut geht und dass ihr diese gemeinsame Zeit miteinander geniesst.
    Darüber freue ich mich sehr. Von einem Dissens oder einem Streitgespräch habe ich noch nichts gelesen.

    Weiterhin eine gute Fahrt, schöne Reiseabenteuer, viele Neuentdeckungen wünscht Euch

    Ilona

Schreibe einen Kommentar


*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.