Seelöwen, Leuchttürme und raues Meer

19.11.2011: Tja, das mit den angekündigten Albatrossen und Pinguinen in Portobello  war dann leider doch nichts. Die Tierchen waren zwar zu Hause, aber leider wollten die netten Menschen, welche die Brutplätze der Tiere ‚überwachen‘ saftige 45,- bzw. 49,- Dollar Eintritt haben (die Tiere sitzen auf einem ganz normalen, natürlichen Felsen und nicht in einem angelegten Wildpark wohlgemerkt!) und da haben Kirstin und Patrick dann entschieden, dass es für uns dort und dann keine Albatrosse und Pinguine gibt – zumindest Letztere sollte es dann aber doch noch zu sehen geben, aber dazu später.

Das nächste Etappenziel nach Dunedin waren die Catlins im Süden der Südinsel. Der Reiseführer sagte, dass man diese landschaftlich reizvolle Strecke inkl. Fotostopps an diversen besonders schönen Stellen in vier bis fünf Stunden schaffen sollte. Tja, was soll ich sagen. Wir haben es nicht in dieser Zeit geschafft und mussten stattdessen eine Übernachtung einlegen, weil wir uns ansonsten nicht alles in der von uns für sinnvoll erachteten Zeit hätten begutachten können. Insgesamt (die Übernachtung natürlich rausgerechnet) haben wir für diese Strecke von nur 185 Kilometern einen ganzen Tag gebraucht. Und warum? Weil es mal wieder hinter JEDER Ecke einen noch fantastischeren Ausblick und noch tollere Landschaft gab.

Angefangen haben wir unsere Catlins-Tour in Balclutha. Kurz hinter diesem Dörfchen kam zunächst der Kaka Point (der heißt wirklich so!), ein zwar echt schöner Küstenabschnitt mit Felsen und brechenden Wellen. Aber nach allem, was wir schon gesehen haben, wirkte dieser Punkt schon fast langweilig auf uns. Also ging es direkt weiter zum für uns gefühlten Highlight des Tages: Der Nugget Point. Hinter diesem unscheinbaren Namen verbirgt sich das spektakulärste Leuchtturm-Meeres-Riesenwellen-Felsen-Sturm-Wolken-Sonne-Getöse, war wir alle Drei jemals gesehen haben (zum Beweis schaut Euch die Fotos oben an!). Ein Leuchtturm ganz vorne auf einem Halbinselchen, welches nur über einen ca. 2 Meter breiten Weg begangen werden kann (und links und rechts geht es direkt steil in die Tiefe). Daneben unten im Meer einige Felsen, an denen die gefühlt gigantischen Welle hoch klatschen. Und mitten in dem ganzen Getöse auf einem Felsen ein einsamer Pinguin (und das ganz ohne Eintrittsgebühr). Wir konnten uns mal wieder kaum von diesem Anblick trenne. Aber wie gesagt, das war ja erst der Anfang der Catlins.

Nach einiger Zeit hat sich dann der Magen zu Wort gemeldet, so dass wir uns kurzerhand einfach (immer noch am Nugget Point) ein leckeres, spätes Mittagessen gekocht haben. Irre, wenn man im Camper einfach immer und überall Halt machen kann und bei den schönsten Ausblicken, die man sich vorstellen kann, was Leckeres kochen und essen kann.

Nach diesem Mahl war es dann auch schon später Nachmittag. Dass wir die restlichen 150 Kilometer bis zum eigentlich geplanten Tagesziel Invercargill nicht mehr schaffen, war uns spätestens dann auch klar. Und wir wollten nun auch nicht durch die Catlins hetzen und viele schöne Dinge verpassen. Also wurde weitergefahren und unterwegs Ausschau gehalten nach einem Campingplatz für die Nacht, welcher in Papatowai auch schnell gefunden war.

Wie es weiter ging wollt Ihr wissen? Dann schaut schnell im nächsten Bericht vorbei!

Eure Mählina

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